Fahrzeugverriegelungs-Systeme für Paketzusteller, Artikel "Türen zu!" von GIT Sicherheit + Management 6/2013, Seite 58/59

Zustellfahrzeuge, Gütertransporter, Baustellen- und Handwerkerfahrzeuge, aber auch Rettungs- und Einsatzfahrzeuge haben gemeinsam, dass sie erhebliche Werte mit sich führen. Gegen Diebstahl hilft nur konsequentes Abschließen. Das elektromagnetische Fahrzeugverriegelungs-System vanLoxx von deister electronic bedient sich dabei modernster RFID-Technik. Es minimiert Risiken, senkt Kosten, beschleunigt den Zustellprozess und sichert die transportierte Ware.


Der Boom ist hauptsächlich dem Online-Handel zu verdanken: Amazon und Co. machten 2012 zum Spitzenjahr für die Paketzusteller. Laut Handelsblatt hat etwa die Post letztes Jahr so viel ausgeliefert wie niemals zuvor in ihrer Geschichte. So ist leicht zu ermessen, welche Werte in den Lieferfahrzeugen stecken, die jeden Tag private wie gewerbliche Adressen anfahren. Damit ist natürlich auch ein erhöhtes Risiko verbunden: Weil der Zusteller die Pakete in aller Regel persönlich dem Empfänger überreicht, muss er sein Fahrzeug verlassen - und richtig abschließen. Andernfalls hätten Diebe leichtes Spiel. Gerade bei der Paketzustellung wiederholt sich das Auf- und Zuschließen bei jeder einzelnen Lieferadresse zwei Mal - beim Ankommen und Weiterfahren. Man muss kein Ökonom sein, um zu erkennen: Das ständige Schlüsselzücken und Schließen bei gleichzeitigem Päckchenschleppen und -jonglieren ist nicht nur nervlich anspruchsvolle Akrobatik. Es raubt vor allem Zeit. Im Verlauf eines Tages oder gar Monats der Zustellung kommen hier beträchtliche Zeiträume zustande - zulasten der Zustellungseffizienz.


Berührungslos ver- und entriegeln
Ganz erheblich reduzieren lässt sich dieser Aufwand mit dem RFID-basierenden vanLoxx-System von deister electronic: Verlässt der Zusteller sein Lieferfahrzeug, wird es automatisch verriegelt, ohne dass er seinen Schlüssel benutzen muss. Kommt der Fahrer zurück, hält er einfach einen RFID-Transponder vor den eingebauten Leser an der Tür, über die er einsteigen will. Das System entriegelt dann nur die Tür und gibt sie zum Öffnen frei. Bei der nächsten Adresse, die der Zusteller ansteuert, braucht er nur einen Knopf am eingebauten Fahrer-Terminal zu drücken, bevor er aussteigt. Dann entriegelt sich zum Beispiel die Paketklappe am Heck. Technisch funktioniert das über den "de-Bus" (deister Bus), über den das vanLoxx-Sytem den Verschluss- bzw. Öffnungsvorgang des Fahrzeugs steuert. Wenn der Fahrer seinen Transponder vor die Leseeinheit hält und dadurch authentifiziert ist, kommuniziert diese mit dem Steuerterminal und gibt das Verriegelungselement frei.


Zeitersparnis und Sicherheit
Weil durch diese berührungsfreie Technik jedes umständliche Schlüsselstecken wegfällt, spart man Zeit im Zustellprozess, so dass man pro Zeiteinheit deutlich mehr Zustellungen ausführen kann. Gleichzeitig sind die transportierten Waren immer gesichert: Die in das Fahrzeug eingebauten besonderen Verriegelungselemente sind äußerst robust. Ihr extrem stabiler Aufbau mit hochfesten Spezialstahl-Bolzen trotzt jedem Einbrecher. Ein weiterer Vorteil dieses Systems gegenüber dem klassischen Schlüsselhantieren ist auch, dass der Zusteller nicht vergessen kann, das Fahrzeug abzuschließen, bevor er beim Kunden klingelt. Nicht einmal mit Absicht kann er den Transporter unverschlossen stehen lassen - Gelegenheiten für Diebe können also gar nicht entstehen.


Gütertransporter, Handwerker- und Rettungsfahrzeuge
Paketzusteller sind freilich nicht die einzigen Anwender des Verriegelungssystems. Es eignet sich auch zum Schutz von Sicherheitstransportern für wertvolle Güter jeder Art - von teurer Elektronik bis zu sensibel zu handhabenden Medikamenten: Diese stehen zunehmend im Fokus von Kriminellen. Auch Sattelauflieger für LKW lassen sich in das System integrieren. Genauso können wertvolle Materialien und Werkzeuge auf Baustellen- und Handwerkerfahrzeugen gesichert werden - sowie Rettungs- und Einsatzfahrzeuge. Die Rettungskräfte können sich auf ihren Einsatz konzentrieren und brauchen sich keine Sorgen um das mitgeführte Gerät zur Personenbergung, um medizinische Versorgungseinrichtungen oder um Medikamente zu machen. Da das System aus einzelnen Modulen besteht - Transponder, Leseeinheiten, Steuerterminal und Verriegelungselementen - lassen sich bestehende Fahrzeugflotten auch ohne Weiteres nachrüsten.