Lösung: Automatische Erfassung von Paletten mit integriertem RFID-Transponder, ein Artikel aus "ident", Ausgabe 6/2013, Seite 26/27, www.ident.de

Schneller sein und Kosten senken

Wer hat die Palette wo abgestellt? Und wann war das genau? Wo finde ich die Waren, die ich jetzt konkret brauche? Oftmals wissen die Staplerfahrer im Lager genau, wo sich die Ware befindet. Ist dieser im Urlaub, ist dieses Wissen jedoch nicht verfügbar. Die Lösung: Die Lagerplätze werden über RFID-Transponder und UHF-Lesegeräte richtig zugeordnet - ganz automatisch.

 

Lagerortidentifikation und genaue Bestandsverwaltung
RFID-Transponder enthalten codierte Daten, die über UHF-Reader gelesen werden können. Die manuelle Eingabe von Artikelnummern, Mengen oder anderen Identifikationsmerkmalen entfällt. Über den RFID-Chip können weitere Daten übermittelt werden. Wann wurde es wo produziert? Wann wurde es versendet? Welche Stationen hat es durchlaufen? Der Weg des Produkts von der Herstellung bis zum Verkauf lässt sich lückenlos nachweisen. Die Transponder reagieren auf das Funksignal des Readers und senden erst dann die gespeicherten Daten auch über größere Entfernungen an das Lesegerät.


RFID am Stapler optimiert die Lagerlogistik
deister electronic bietet eine komplette RFID-Lösung für die mobile und automatische Identifikation von Ladungsträgern, Waren und Stellplätzen in der Lagerlogistik an Flurförderzeugen (FFZ). Der UHF-Reader UDL 100 schränkt dabei weder die Bodenfreiheit des Flurförderzeugs ein, noch sind bauartliche Änderungen am Stapler erforderlich. Das Lesegerät UDL 100 verfügt über einen integrierten Anschluss für einen Sensor, der den Reader triggert. Das heißt, dieser wird nur aktiv, wenn der Identifikations-Prozess benötigt wird. "False positive reads" (Transponder, die nicht gelesen werden sollen, aber trotzdem vorhanden sind) werden damit nahezu ausgeschlossen. 


Die Lesegeräte unterstützen die in der Logistik eingesetzte passive UHF-Transpondertechnologie, basierend auf dem Protokoll EPC Class1 Gen2 ISO 18000-6C. deister electronic bleibt auch bei dieser Applikation seinen Grundsätzen treu, den Reader und die Antenne in einem robusten IP67-Gehäuse zu integrieren. Da Zeit ein wichtiger Faktor ist, setzen die Stapler Fahrer die Ladung nicht immer sanft ab. Auch das hält der UDL 100 aus und überträgt zuverlässig die erfassten Daten. Türe und Tore können automatisch geöffnet oder geschlossen werden, wenn der Reader einen Transponder im Boden erkennt. Bei Anbindung an den Fahrzeug-CAN Bus werden Geschwindigkeiten in Gefahrenzonen gedrosselt.


Die linear polarisierte Antenne mit einem Öffnungswinkel von 130° nach vorne und nur 70° zur Seite stellt sicher, dass auch nur die Palette auf der Gabel identifiziert wird. Transponder im Boden können als "Barken" oder Lokalisierungspunkte erkannt werden und so auch zum Teil als RTLS (Real Time Location System) genutzt werden.


Für die einfache Montage des UHF-Readers am Stapler wird ein vierpoliges, schleppfähiges Kabel im  Hubmast benötigt. Alternativ kann der Reader auch mit einem Batteriepack und einer W-Lan-Box autark betrieben werden. Die RFID-Lösung am Flurförderzeug ist als Baukastensystem konzipiert und somit gemäß den Anforderungen der jeweiligen Applikation ausbaubar. Zur Anbindung des RFID-Systems an das jeweilige Back-End-System (ERP oder LVS) wird ein auf das FFZ adaptiertes Terminal mit entsprechender Applikationssoftware benötigt, welches die einzelnen Lesegeräte steuert.


Felduntersuchungen und laufende Projekte haben gezeigt, dass die Identifikation "RFID vs. Barcode" eine Zeitersparnis von ca. 15 Sekunden je Vorgang bedeuten kann. Bei 80 Vorgängen am Tag ergibt sich leicht eine Ersparnis von 80 Stunden pro Jahr. Aufgrund der automatischen Verbuchung der Vorgänge werden die Zugriffzeiten dabei noch deutlich verkürzt, die Qualität und die Sicherheit steigt automatisch. Weitere Opportunitätskosten wie die Einsparung bei Inventur, Schwund etc. sind in dieser Rechnung noch nicht enthalten. Führende Hersteller von Staplern bieten das System ab Werk an. Sie sind ebenso einfach nachrüstbar. 


Automatische Erfassung von Paletten mit integriertem Transponder
In der Vergangenheit waren Paletten aus Kunststoff mit integriertem Transponder erhältlich. Dies reduzierte den möglichen Einsatz, weil ein einfacher Tausch nur eingeschränkt möglich war. Mittlerweile sind aber auch Holzpaletten von EPAL oder von World-Pallet mit integriertem UHF-Transponder zu erhalten. Bei jedem Verladevorgang werden darüber die Informationen der Ladungsträger eindeutig erfasst und an das System weitergeleitet. Die Daten über die Ladung  auf der Palette und deren Verbleib wird im System erfasst und ist jederzeit abrufbar. 


Die Identifikation der Paletten findet entweder über UHF-Handhelds, über ein stationäres Gate im WE/WA-Bereich oder eben mobil über den "Gabelrückreader UDL 100" statt. Auf diese Art wird der Transponder des Ladungsträgers mit dem Transponder am Regal "verheiratet". Der Warenfluss im Lager ist ohne Unterbrechungen möglich. Der Aufwand für interne logistische Abläufe lässt sich so deutlich reduzieren.


Erfolgreiche Praxisbeispiele

LOREL in Bremen nimmt in der Logistik eine Vorreiterrolle ein. Seit der Inbetriebnahme des neuen Logistiklagers erfassen 16 Stapler mit RFID-Lesegeräten von deister electronic rund 16.000 Lagerplätze. Als Full-Service-Logistik-Dienstleister für Daimler im Werk Bremen stellt die Firma LOREL GmbH die zeitgerechte Zuführung der Komponenten am Verbauort sicher. Alle Artikel werden direkt ans Produktionsband geliefert. Das neu gebaute Hochregallager wurde auf bis zu acht Ebenen erhöht. RFID-Transponder bieten folgende Vorteile: Sie können auch bei rauen Umgebungen  und bei Stößen auf größere Distanzen sicher identifiziert werden.


Der Verpackungsspezialist richter & heß mit Sitz in Chemnitz ist seit seiner Gründung dynamisch gewachsen. "Mit dem Umzug in unsere neue Betriebsstätte wollten wir auch unsere komplette Lagerlogistik auf den neuesten Stand bringen", so Holger Neuber, Geschäftsführer der richter & heß VERPACKUNGSSERVICE GmbH. RFID-gestützte Prozesse helfen, jederzeit den Überblick über aktuelle Lagerbestände, Verweildauer und Umschlaghäufigkeit der Waren zu haben. Die gewonnene Transparenz bringt entscheidende Vorteile für Unternehmen und Kunden: Weniger Kapitalbindung, schnelle Inventuren und hohe Liefergenauigkeit. 
Bei richter & heß sind 2.200 Palettenstellplätze mit EPC/RFID-Transpondern ausgestattet. Im neuen Lager werden die Waren komplett automatisch erfasst. Die Mitarbeiter haben jederzeit den Überblick über aktuelle Lagerbestände. Der am Flurförderzeug montierte RFID-Leser am Stapler stellt dabei sicher, dass der richtige Lagerplatz angesteuert und die richtige Palette ein- oder ausgelagert wird. Die Warenerfassung ist ohne Unterbrechung des Umschlagprozesseses möglich. Bei Bedarf lässt sich das modular aufgebaute Readersystem erweitern oder nachrüsten. Die Kommunikation der Lesegeräte mit dem ERP/LVS System erfolgt schnell und sicher über ein entsprechendes Fahrerterminal. "Ein klares Indiz für den Erfolg des Projekts ist neben der verbesserten Transparenz die deutliche Leistungssteigerung im Lager. Seit der Umstellung der Prozesse auf RFID hat sich der monatliche Warenumschlag fast verdoppelt."
Zur Integration der RFID-Technologie auf Flurförderzeugen bietet deister electronic weitere Komponenten an.
Vorteile auf einen Blick:

  • Warenerfassung erfolgt ohne Unterbrechung des Umschlagprozesses
  • Nachrüstung nahezu aller gängigen FFZ-Typen möglich
  • Anpassung an vorhandene Softwaresysteme möglich
  • Bedarfsweise Identifikation von Ladungsträgern, Ladungen und/oder Stellplätzen
  • Kompakte und robuste Bauform

Besuchen Sie deister electronic auf der EuroID 2013 in Frankfurt, Halle 4, Stand B04.


Unternehmen und Kernkompetenzen
Die deister electronic GmbH gehört zu den führenden Entwicklern, Herstellern und Anbietern von zukunftsweisender RFID-Technologie. Kundenbeziehungen und Kooperationen mit namhaften Konzernen aus aller Welt sowie internationale Vertriebs-und Serviceniederlassungen unterstreichen diese Position. Die Produktpalette umfasst Hard- und Softwarelösungen für alle international etablierten Frequenzen und Technologien im LF-, HF-, UHF- und Microwellen-Bereich. In der Division "Ident & Automation" sind dies sowohl stationäre als auch mobile Schreib- und Leseeinheiten für die Bereiche Logistik, Handel, Industrieautomation, Abfallidentifikation und Fahrzeugsicherheit. Die problemlose Installation der Geräte und eine einfache Anpassung an vorhandene Rahmenbedingungen sind wichtige Faktoren, die den Markterfolg von deister-Produkten ausmachen. 


Als Bestandteil wertschöpfender Maßnahmen eignet sich der Einsatz der RFID-Technologie (Radio Frequency Identification) in der Logistik zur Rückverfolgung von Waren innerhalb der Lieferkette (Supply Chain). IT-gestützte Geschäftsprozesse fördern die höhere Produktivität, was mit einem verbesserten Kundenservice einhergeht. Mit der berührungslosen Funktechnologie werden mit Transpondern versehene Objekte in Sekundenschnelle automatisch und ohne Sichtkontakt identifiziert und lokalisiert. Innerhalb der Produktion und der Logistik ist RFID ein wichtiger Bestandteil zur Automation, weil sich Arbeitsabläufe optimieren und beschleunigen lassen. Die automatische Identifikation von Waren beschleunigt den Daten- und Warenfluss.