Fallstudie - deister electronic - Detailansicht
24.06.2010
JVA Salinenmoor - Schlüsselfachanlage pillar S14
Die JVA Celle setzt auf innovative RFID-Technologie im Strafvollzug
Die Abteilung ist zuständig für den Strafhaftvollzug für bis zu 231 männliche erwachsene Gefangene mit einem Strafrahmen bis zu fünf Jahren.
Bislang erfolgte die Schlüsselausgabe mit hohem Personal- und Zeitaufwand über den Pfortenbediensteten. Die Schlüssel dürfen keinesfalls die JVA verlassen, damit ein Höchstmaß an Sicherheit gewährleistet ist.
Aufgabenstellung:
Es soll eine Schlüsselfachanlage installiert werden, die räumlich abgesetzt wird. Jedem Justizvollszugsbediensteten wird darin ein Fach zugeordnet, in dem die sensiblen Schlüssel außerhalb der Dienstzeit sicher aufbewahrt werden können. Während der Dienstzeit können dort Handys und andere Wertgegenstände deponiert werden. Um eine reibungslose Entnahme und Rückgabe sicherzustellen, sollen die Bediensteten über zwei Terminals Zugriff auf die Fächer haben. Der Wunsch ist, dass die Identifizierung der Bediensteten über das vorhandene Ausweissystem erfolgen kann. Die Kontrolle und Aufsicht sowie eine lückenlose Dokumentation soll rund um die Uhr mittels einer Überwachungs-Software in der 30 Meter entfernten Pforte garantiert werden. Gefordert ist, dass alle Belegungsarten der Fächer grafisch und tabellarisch dargestellt werden.
Lösung:
Das proxSafe Fachanlagensystem von deister electronic ermöglicht genau diese Anforderungen. Die Schlüsselfachanlage pillar S14 mit insgesamt 176 Fächern kann über zwei Terminals gleichzeitig bedient werden. Jedes Fach verfügt über einen zusätzlichen Einwurfschlitz zur Verteilung der internen Post. Um die erhöhten Sicherheitsanforderungen zu erfüllen, erfolgt die Identifikation der Justizvollzugsbediensteten über die vorhandenen HID©-Transponder aus der Zeiterfassung am C4-Multifunktions-Terminal. Die Schlüssel werden mit Hilfe eines Einmal-Siegels an einem keyTag - dem elektronischen Schlüsselanhänger - befestigt. Jede Bewegung und Nutzung der keyTags wird dabei automatisch und sicher protokolliert und archiviert. Alle Vorgänge werden detailliert mit Datum, Uhrzeit und Personalnummer des jeweiligen Bediensteten gespeichert. Die Überwachung der Anlage erfolgt mit der Software Commander 3 über einen PC in der Außenpforte. Für die Konfiguration und Bedienung des benutzerfreundlichen Systems wurde direkt an der Anlage eine Schnittstelle in einem Servicefach integriert.
Vorteile:
Die zügige und automatische Schlüsselausgabe ist rund um die Uhr effektiv und ohne Zeitverluste, auch bei hoher Entnahmefrequenz zum Schichtwechsel, garantiert. Alle Vorgänge wie die Schlüsselausgabe und -entnahme werden in der Commander-Datenbank und im Terminal protokolliert und sind jederzeit nachweisbar (im Ringspeicher sind bis zu 7.000 Ereignisse möglich). Der Pfortenbedienstete hat jederzeit den Überblick und die Kontrolle über die Belegung der einzelnen Fächer. Eine Protokollierung ist innerhalb weniger Sekunden abrufbar.
Die proxSafe Fachanlage kann nahezu beliebig an einem anderen Standort installiert, erweitert oder umorganisiert werden. Der große Speicher des Multifunktions-Terminals macht das System besonders betriebssicher. Selbst bei Netzwerkausfall werden Spannungsausfälle überbrückt. Das Personal wird bei gleichzeitiger erhöhter Sicherheit entlastet, der Verwaltungs- und Zeitaufwand minimiert und Betriebskosten verringert.



