Fallstudie - deister electronic - Detailansicht

14.04.2010

Günter Badenhop Fleischwerke KG - logident, UDL 500

RFID-Technologie für die zuverlässige Fahrzeugidentifikation

Das Logistikmanagement wurde bei der Günter Badenhop Fleischwerke KG in Verden optimiert. Handschriftlich ausgefüllte Begleitscheine waren nicht mehr ausreichend, um dem Veterinäramt zu belegen, dass sämtliche Fahrzeuge zum Transport von Tiernahrung nach Vorschrift gereinigt wurden. Das Unternehmen hat die Vorteile von RFID zur Erfüllung dieser Anforderung erkannt und die all in one GmbH aus Bremen beauftragt, eine geeignete Lösung herzustellen.

all in one setzte in der Entwicklung auf bewährte Technik: die UHF-Transponder und Reader kamen aus dem Hause deister electronic. Da die Fahrzeuge mit Lauge gewaschen werden, müssen die Transponder laugenfest sein. Frühere Tests mit anderen Produkten waren erfolglos geblieben. Die Transponder von deister electronic hielten dieser Belastung - im Gegensatz zu der Stahlschiene, auf der die Transponder befestigt wurden - stand.

Fahrzeugidentifikation in der Waschhalle
An allen Fahrzeugen, Aufliegern, Silos und Containern wurden Transponder montiert. Alle vier Waschstraßen der firmeneigenen Waschhalle wurden mit deister-Readern ausgerüstet, die über Bewegungsmelder gesteuert werden. Fährt ein Fahrzeug in die Waschhalle, wird es identifiziert. An einem Erfassungsterminal werden die Informationen zum Fahrzeug angezeigt. Ein Mitarbeiter („Wäscher“) identifiziert sich ebenfalls mit einem Transponder über einen am Erfassungsterminal angeschlossenen Reader und startet das Waschprogramm. Nach der Wäsche wird das Fahrzeug aus der Waschstraße gefahren und dabei erneut identifiziert.

Eindeutige Erfassung sicherstellen
Feinjustagen waren erforderlich, da es folgende Faktoren auszuschließen galt: Wird ein Fahrzeug zu dicht an der Einfahrt zur Waschstraße vorbei gefahren, darf es nicht identifiziert werden. Wird ein Fahrzeug bei der Einfahrt in die Waschstraße mehrfach am Reader vorbei rangiert, darf es nicht mehrfach erkannt werden. Alle vier Waschstraßen wurden mit Readern ausgerüstet, die über Bewegungsmelder gesteuert werden. Alle Informationen zur Reinigung wie Datum und Uhrzeit, Waschprogramm, Wäscher werden ausgedruckt und als Begleitschein dem Fahrzeug mitgegeben. Das Veterinäramt bewertet die RFID-gestützte Identifizierung positiv und die Günter Badenhop Fleischwerke erfüllen die geforderten gesetzlichen Anforderungen.

Lösung bereits erweitert
Überzeugt vom RFID-Einsatz wurde die Lösung bereits erweitert. Auch die Zugmaschinen wurden mit deister-Readern ausgestattet. Die Reader sind an ein Pad von Höft & Wessel in der Zugmaschine angeschlossen. Der Fahrer erhält einen Transportauftrag auf das Pad und kann RFID-gestützt sicherstellen, dass er das richtige Fahrzeug aufgenommen hat. Damit werden Fehltransporte vermieden. Von den positiven Effekten und dem erfolgreichen Projekt beflügelt, planen die Günter Badenhop Fleischwerke, den RFID-Einsatz insbesondere in der Intralogistik auszubauen.